Die Bedeutung von Influencer Marketing hat nochmal angezogen während der Pandemie. Unsere Zeit am Bildschirm ist mit einem Plus von 75 Prozent extrem gestiegen (Bitkom Research 2020). Da traut man sich fast gar nicht nachzuschauen, wenn das Smartphone einem montagsmorgens den letzten Wochenbericht zur Bildschirmzeit zusendet.

Kein Wunder aber, dass Influencer Marketing weiter zunimmt. Viele Unternehmen stecken bereits große Teile Ihrer Budgets hier hinein – einige bis zu 50 Prozent. Und das, obwohl das Misstrauen gegenüber sozialen Medien bei den Menschen insgesamt steigt.

Warum also funktioniert Influencer Marketing so gut?

Die Gründe sind vielfältig, einer davon ist die zum Teil riesige Community der Influencer. Das Vertrauen haben sie sich über Jahre hinweg aufgebaut und die Follower holen sich hier Empfehlungen oder Rat, wie bei Freunden und Verwandten. Man „kennt“ denjenigen ja. Und genau das funktioniert andersherum oft noch viel besser: Die Influencer kennen ihre Follower. Sie wissen genau, was funktioniert, worauf die Community steht, was ankommt und was eben nicht. Genau das macht Influencer so wertvoll für Unternehmen: Zielgruppenwissen.

Um den richtigen Influencer für Ihre Marke zu finden, müssen Sie aber zunächst Ihre eigenen Zielgruppen besonders gut kennen. Denn Sie brauchen jemanden, der Ihre Werte teilt und Ihr „Produkt“ glaubwürdig vertreten kann.

Wie funktioniert das, wenn man eben kein Produkt verkauft, sondern eine Dienstleistung oder einen Standort? Zwei Beispiele:

Bei Stadtwerken sind Influencer, die sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzen, mögliche Kandidaten. Wer sich in der eigenen Region für diese Themen interessiert, wird oft bei den Stadtwerken (solange sie eine grüne Positionierung haben) Kunde sein. Hier laufen solche Kooperationen zum Beispiel über Nachhaltigkeitsevents, Tests oder Kooperationen für die E-Mobilität.

Standorte können sich Influencer zum Beispiel für ihr Regional- und Employer Branding zunutze machen: Das wird häufig über den Tourismus laufen und jemand zeigt seine Region. Oder aber im Stil von „Support your Locals“ – Reichweite nutzen, um Betriebe in der Region zu unterstützen. Employer Branding deluxe.

Aber beachten Sie bitte: Lernen Sie Ihre Kunden erst kennen, bevor Sie Influencer anfragen. Die schätzen es sehr, wenn Sie mit einer passenden Anfrage kommen. Und dafür gibt es viele Methoden: Umfragen, Fokusgruppen, Produkttests, Tiefeninterviews. Womit wollen Sie starten?

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Moduldrei – Rhena Schluck

Rhena Schluck

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