Im Privatleben und als Kunden sind wir daran gewöhnt, zu allem unsere Meinung sagen zu können. Vor allem digital. Deshalb fällt es uns heute stärker auf, wenn der Dialog im eigenen Unternehmen nicht funktioniert. Im digitalen Zeitalter bekommt auch die interne Kommunikation neue Bedeutung: Stadtwerke sollten ihr einen höheren Stellenwert einräumen. Was bedeutet das? 

Erstens mehr Information: Intranet, Newsletter, Blogs oder (nur zum Beispiel) Slack – es gibt viele Möglichkeiten. Zweitens mehr digitaler Dialog: Elektronisches Feedback hat viele Formen, und es hat immer Vorteile, wenn die Diskussionen nicht nur am Kaffeeautomaten stattfinden, sondern auch im unternehmenseigenen Netz. So haben Führungskräfte immer die Hand am Puls. Drittens mehr Gespräche: Über das formale Korsett von „Meeting“ bis Betriebsversammlung muss es eine lebendige Diskussionskultur mit Gelegenheit zum Austausch geben. Denn wir müssen reden. Nicht umsonst haben Leitbilder wieder Konjunktur. Die eigene Kultur oder „DNA“ zu verhandeln, kann eine gute Ausgangsbasis für eine lebendige interne Kommunikation sein.

Die hat einen weiteren Vorteil: Kollegen, die sich einbezogen fühlen, sind auch nach außen engagierte Botschafter. Und die brauchen Stadtwerke heute mehr denn je. Denn die meiste Kommunikation über ein Unternehmen findet ja nicht auf der eigenen Website statt. Sondern irgendwo da draußen im Netz. So wirkt eine lebendige Diskussionskultur im Stadtwerk auch positiv nach außen.

Erstmals erschienen in der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK), Ausgabe 01/2020, Beruf & Erfolg

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Prof. Dr. Stefan Lennardt

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