Die Fridays for Future Bewegung ist heute mindestens genauso relevant wie vor einem Jahr. Aufgrund der Corona-Krise rückt die Bewegung allerdings immer mehr in den Hintergrund. Dabei ist eines doch jetzt viel leichter: der direkte Dialog. Naja, zumindest der digitale direkte Dialog. Gerade kommunale Unternehmen sollten im direkten Austausch mit den Aktivist:innen stehen und sich ihre Vorschläge anhören. Das Ergebnis kann dann zum Beispiel eine kleine Änderung auf der eigenen Website sein und Produkte wie den Ökostrom in den Vordergrund rücken.

So hat das dann auch bei den Stadtwerken Halle funktioniert. Statt einem günstigen Tarif wird den Kund:innen zuerst der Ökostromtarif vorgeschlagen. Lassen Sie sich doch auch mal von den Aktivist:innen inspirieren. Und das digital.

Hier sind fünf Schritte, wie Sie ganz einfach Kontakt aufnehmen können:

  1. Seien Sie vor Ort: Demonstrationen finden momentan zwar begrenzt statt, aber sie finden statt. Gehen Sie zu der nächsten Demo in Ihrer Stadt. Hier können Sie erste Kontakte knüpfen, die im Anschluss auf digitalem Wege ausgeführt werden können. Die offiziellen Streiktermine finden Sie unter https://fridaysforfuture.de/streiktermine.
  2. WhatsApp: Jede Stadt hat eine eigene Fridays for Future WhatsApp-Gruppe, in die sie ganz einfach eintreten können. Manche haben zusätzlich noch eine E-Mail-Adresse hinterlegt. Mit nur wenigen Klicks ist hier der erste Kontakt hergestellt.
  3. Zoom, Teams und Skype: Ist der Erstkontakt erst einmal hergestellt, ist der nächste Schritt, einen digitalen Termin zu vereinbaren. Seien Sie flexibel und setzten Sie sich mit den verschiedenen Portalen auseinander.
  4. Ortsunabhängigkeit: Das beste bei einem digitalen Austausch: Sie können dort bleiben, wo Sie sind und Ihre Gesprächsperson genauso. Das macht in erster Linie die Terminvereinbarung einfacher, aber vor allem wird eine Anreise gespart. Und darüber freut sich dann auch die Umwelt.
  5. Hören Sie zu: Die Aktivist:innen wollen gehört werden. Hören Sie zu, was Sie zu sagen haben. Gehen Sie auf die Forderungen ein und überlegen Sie, wo Sie als kommunales Unternehmen ansetzen können. Bereiten Sie sich gut vor und überlegen im Voraus, was Sie den Aktivist:innen anbieten können.

Wer hätte gedacht, dass eine Pandemie auch vieles erleichtert. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung kann hier schon vieles bewirken.

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Moduldrei – Antonia Schütter

Antonia Schütter

Haben Sie schon einen digitalen Dialog mit Aktivist:innen geführt? Lassen Sie uns gern dazu austauschen.