In der diesjährigen Moduldrei-Studie geht es um Strategien und Ressourcen von Wirtschaftsförderungen nach der Pandemie. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Wirtschaftsförderungen in Deutschland erfahren einen positiven Umbruch.

Die Arbeitsweisen verändern sich auf Dauer

Rund 80 Prozent der Befragten aus Wirtschaftsförderungen geben an, dass sie nicht wie vor der Pandemie arbeiten werden. Insgesamt wird die Arbeitsweise digitaler und agiler durch Videokonferenzen und -beratungen, Homeoffice, hybride Events und Kollaborationstools. Die Mehrheit der Befragten ist sich einig: Der erzwungene Wandel durch die Pandemie ist eine Chance für den Standort. Der Digitalisierungsschub, die hohe Flexibilität und die kreativen Lösungen bringen also einen positiven Schub. Ihren grundsätzlichen Optimismus finden wir spannend – und dass Sie sich auf diese positiven Entwicklungen (trotz steigender Insolvenzzahlen) konzentrieren.

Der thematische Fokus verschiebt sich deutlich

Die klassischen Themen der Wirtschaftsförderung (z. B. Immobilien, Flächenvermarktung, Fachkräftemarketing) gehören nach wie vor zum Alltag. Trends und Zukunftsthemen sind Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsberatung, smarte Standorte und Innovationsförderung, Entwicklung des Einzelhandels und intelligente Flächenkonzepte. Gegenüber früheren Umfragen gibt es hier deutliche Akzentverschiebungen.

Wirtschaftsförderungen brauchen mehr Ressourcen

Dieser Wandel in Aufgaben und Arbeitsweisen erfordert nicht zuletzt mehr Ressourcen, insbesondere vor dem Hintergrund der Pandemie und der Überwindung ihrer wirtschaftlichen Folgen. Mehr als die Hälfte der Befragten benötigt dafür mehr Personal und rund 48 Prozent auch mehr Budget. Es wird deutlich, dass Wirtschaftsförderungen mehr Unterstützung brauchen. Über ein Drittel der befragten Wirtschaftsförder:innen fordert neben Ressourcen mehr Unterstützung von der Politik, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu überwinden. Das schafft Krisenfestigkeit und Resilienz.

Die Studie haben wir zwischen dem 21.02.21 und 31.03.21 durchgeführt. Es haben deutschlandweit 313 Wirtschaftsförderer:innen teilgenommen. Den vollständigen Ergebnisbericht zur Umfrage finden Sie hier.

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Cristina Grüning

Cristina Grüning

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