Das Geld ist knapp, die finanziellen Gegebenheiten sind begrenzt. Wer kennt das nicht? Auch Kommunen suchen nach Finanzierungsalternativen. Eine Möglichkeit dafür ist das Crowdfunding. Anleger*innen investieren hierbei gemeinsam in ein Projekt, damit dies realisiert werden kann. Bei dieser Zielgruppe kann es sich um Bürger*innen handeln, die etwas bewirken möchten. Das Crowdfunding stellt somit nicht nur eine interessante Methode zu klassischer Finanzierung über eine Bank dar, vielmehr ist es eine großartige Möglichkeit, die Anwohner*innen miteinzubinden.

Doch wie können Kommunen eine solche Crowdfunding-Kampagne kommunizieren? Hier sind fünf erfolgreiche Tipps:

  1. Community aufbauen: Beim Crowdfunding ist nichts wichtiger als die „Crowd“, also die Community. Wie können Sie diese Community aufbauen? Bauen Sie sich dazu zunächst eine Basis auf: Pflegen Sie einen Newsletter? Haben Sie genügend und „hochwertige“ Adressen? Wie hoch ist die Interaktion auf Ihren Social Media-Kanälen? All das sind Dinge, die Sie in der Planungszeit vor einem Crowdfunding beobachten und beurteilen sollten.
  2. Der richtige Online-Auftritt: Eine Marketingstrategie beinhaltet unterschiedliche Marketingaktivitäten, wie Content-, PR-, Influencer- oder auch E-Mail-Marketing. Da Facebook, Instagram und Co. jedoch mit Algorithmen arbeiten, werden die Posts einigen Nutzern*innen zum Teil nicht angezeigt. Daher hilft es, so viele Direktkontakte wie möglich zu haben. Oder Sie setzen auf gesponserte Posts, sodass Ihre Werbung für die Kampagne entsprechend platziert wird.
  3. Kreative Prämien: Bieten Sie Ihren zukünftigen Anlegern Prämien an. Sie könnten sich z.B. eine Gegenleistung auf Ihrer Projektseite aussuchen. Hier könnte es sich beispielsweise um exklusive Erlebnisse (Blick hinter die Kulissen), Einladungen oder Vorverkaufskarten (Eintrittskarten, Gutscheine) handeln. Denken Sie aus Perspektive Ihrer Crowd – was würde Sie dazu motivieren, Ihr Geld anzulegen?
  4. Storytelling und persönliche Ansprache: Je persönlicher Sie das Projekt vorstellen, umso eher findet sich die Crowd in der Idee wieder. Stellen Sie Ihr Vorhaben beispielsweise in einer Video-Botschaft vor und sprechen Sie die Unterstützer*innen persönlich an. Erklären Sie, wer Sie sind, was Sie für ein Projekt realisieren möchten und warum die Bürger*innen Ihnen helfen sollten. Menschen hören oder lesen gerne Geschichten. Um die Zielgruppen von Ihrem Projekt zu überzeugen, ist daher das sogenannte Pitch-Video auf dem Portal unentbehrlich. Qualität und Emotionen sowie Kreativität sollten bei der Ausgestaltung Ihr oberstes Ziel sein.
  5. Präsenz nach dem Crowdfunding: Auch jetzt ist es essenziell, weiterhin präsent zu sein. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich zu bedanken. Das bindet Ihre Unterstützer*innen langfristig. Bieten Sie auch Transparenz und halten Sie die Crowd zum Beispiel in einem Projektblog auf dem Laufenden. Oder nutzen Sie Ihre gesammelten Daten, um das Marketing aufrecht zu erhalten. Versenden Sie Newsletter an Ihre Anleger*innen und geben Sie ihnen ein Gefühl von Gemeinschaft.

Haben Sie schon mal eine Crowdfunding-Kampagne organisiert? Wir würden gern von Ihren Erfahrungen dazu hören! Schreiben Sie uns gern mal eine Mail dazu.

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